Lohmar. Ungeachtet der Diskussion um nicht wirksame Nachrüst-Partikelfilter für Dieselfahrzeuge einiger Wettbewerber blickt Zulieferer Emitec optimistisch in die Zukunft. Wolfgang Maus, Geschäftsführer des Spezialisten für Emissionstechnologie aus Lohmar (NRW), rechnet damit, „dass in den kommenden Jahren vor allem das Geschäft mit Dieselpartikelfiltern für den Lkw- und Offroad-Bereich an Bedeutung gewinnt“.
Emitec profitiert von Partikelfilter-Nachfrage
Für die Pkw-Nachrüstung liefert Emitec ein Spezial-Substrat an Twintec, das der Abgastechnik- Spezialist aus Königswinter in seinem Rußfilterkat einsetzt. Je nach Ausführung und Fahrzeug werden zwischen 30 und 70 Prozent der Partikel reduziert, heißt es bei Emitec. Das Substrat, ein PM-Metalit, gehört zu den sogenannten turbulenten Katalysatoren. Dabei handelt es sich um eine Spezialität von Emitec, mit der sich der Zulieferer für künftige Abgasvorschriften bei Otto- und Dieselmotoren gut gerüstet sieht. Neben Kunden in den USA, Korea und Indien beliefert Emitec schon bald einen chinesische Lastwagenhersteller mit Dieselpartikelfiltern sowohl für die Erstausrüstung als auch für die Nachrüstung.
Maus ist zuversichtlich, „durch steigende Stückzahlen für die Nachrüstung die Kosten für die Serienfilter senken zu können“. Bei den Pkw-Herstellern BMW, Smart und Subaru sowie diversen Lkw-Herstellern – darunter MAN, DAF, Fuso und Hyundai – werden Dieselpartikelfilter in der Erstausrüstung geliefert.
Emitec erzielte 2007 einen Umsatz von rund 240 Millionen Euro. Im Jahr zuvor lag der Wert bei etwa 160 Millionen Euro. Für die nächsten Jahre rechnet Maus mit weiterhin deutlichen Steigerungsraten beim Umsatz.
Am Stammsitz in Lohmar ist die Forschung und Entwicklung des Zulieferers konzentriert. Zudem werden dort erste Prototypen und Kleinserien gefertigt. Produziert wird in Eisenach (Thüringen) sowie in den USA und in Indien.