München. Um den Absatz anzukurbeln, schlägt das Gremium unter anderem eine Sonderabschreibung für gewerbliche Nutzer von 50 Prozent der Anschaffungskosten im ersten Jahr vor. Das würde die Staatskasse jährlich mit rund 200 Millionen Euro belasten. Das Deutsche Kfz-Gewerbe hat eine solche Maßnahme als „Schritt in die richtige Richtung“ begrüßt. Zudem plädiert die NPE dafür, Forschung und Entwicklung mit 360 Millionen Euro jährlich stärker als bislang zu fördern. Harald Proff, Leiter der Global Practice Group Automotive bei Kienbaum Management Consultants, lehnt Kaufanreize durch Subventionen ab: „Wenn es eine strukturelle Nachfrage für Elektrofahrzeuge gibt, dann bedarf es endlich eines Angebots, das diese Nachfrage befriedigt, und nicht 5000 Euro Subventionen für Kunden, die auch ohne Subventionen bereit wären, ein Fahrzeug zu kaufen.“ Laut Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), hängt der Erfolg der Elektromobilität entscheidend von den Lademöglichkeiten ab. Der bisherige Bestand an Ladepunkten reiche nicht aus. Erforderlich sei eine standardisierte, leicht zugängliche und anbieterunabhängige Ladeinfrastruktur.
Nationale Plattform Elektromobilität
E-Mobilität unter Zugzwang
Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) fordert mehr staatliche Hilfe, um Elektroautos zum Durchbruch zu verhelfen. Andernfalls würden 2020 nur 500.000 Elektroautos statt der geplanten Million auf deutschen Straßen rollen. Bisher sind nur 24.000 E-Autos zugelassen, angepeilt waren 100.000.