Duisburg. Die Auslastung der China-Züge werde immer besser, was laut Staake im Wesentlichen der Autobranche zu verdanken ist. Über die westchinesische Metropole Chongqing werden inzwischen Zielorte von Schanghai bis nach Guangzhou angefahren. Bislang war die Auslastung der Züge von China nach Duisburg erheblich höher als in umgekehrter Richtung. Seit August 2014 jedoch werden in Duisburg zusätzlich Fertigfahrzeuge deutscher Hersteller nach China verladen. „Heute fährt regelmäßig ein ganzer Zug nur mit Autos deutscher Hersteller von Duisburg nach China“, so Staake. In einen 40-Fuß-Container werden zwei Neuwagen geladen. Ein Zug transportiert 41 Container und somit bis zu 82 Fahrzeuge. Auch die ersten Importmarken wurden bereits befördert, so Staake. „Wir sind überzeugt, dass der Bereich Automotive viel Potenzial für den Standort bietet.“ Entscheidend sei, dass der Hafen nicht nur einzelne Logistik-Bausteine steuert, sondern die gesamte Prozesskette. „In der Verzahnung der Schnittstellen liegen die Optimierungsmöglichkeiten. Deshalb sind auch Audi und VW mit ihren CKD-Zentren zu uns gekommen.“ Die Duisport-Gruppe hat 2014 ihr umgeschlagenes Volumen auf 65 Millionen Tonnen gesteigert, nach 62 Millionen im Vorjahr.
Duisport
Duisburger Hafen dank der Bahn das Tor zu China
Der Duisburger Hafenbetreiber Duisport baut sein Logistikgeschäft mit der Automobilindustrie aus und plant insbesondere, die Bahnverbindungen nach China quer durch Russland auszuweiten. Probleme beim Gütertransport durch Russland durch die politische Krise in der Ukraine gebe es nicht, sagte Duisport- Chef Erich Staake der Automobilwoche. „Ausschließen kann man es natürlich nie, dass Hindernisse auftauchen. Aber das gibt es auch auf den Seewegen, und damit lebt die Transportbranche von jeher.“