München. Zwar schwanken die Zahlen von Hersteller zu Hersteller und von Monat zu Monat, doch inzwischen scheint sich ein Trend zu verfestigen. Die Deutschen entziehen dem Diesel ihre Zuneigung. Im September lag der Anteil an den Neuzulassungen bei 44,6 Prozent, so niedrig wie seit fünf Jahren nicht mehr. Im Januar lag der Wert noch bei 48,9 Prozent, seither ging es mit Ausnahme des Juli stetig bergab. VW und BMW sind davon stärker betroffen als etwa Audi und Mercedes, wo der Rückgang der Diesel-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr unter zwei Prozent liegt.
Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen rechnet damit, dass der Anteil des Diesels bei den Neuzulassungen bis Ende des Jahres 2017 unter die Grenze von 40 Prozent fällt. "Alle Anzeichen sprechen dafür, dass sich die Talfahrt in den nächsten Monaten weiter beschleunigt." Der Anteil am bestehenden Gesamtmarkt sinkt dennoch nur langsam. Hatten im vergangenen Jahr 48,1 Prozent der Fahrzeuge auf den Straßen einen Dieselmotor, so liegt der Wert von Januar bis August bei 46,8 Prozent, ein minus von 1,3 Prozent.