München. In Lauerstellung liegt Continental. Die Hannoveraner belegen wie im Vorjahr Rang drei, haben aber mit 32,8 Milliarden Dollar eng zu Denso (Japan) mit 34,2 Milliarden aufgeschlossen. Für Stefan Asenkerschbaumer, seit dem 1. Juli neuer stellvertretender Vorsitzender der Bosch- Geschäftsführung, „ist Umsatz kein Selbstzweck. Wir wollen mit nutzbringenden technischen Produkten und Dienstleistungen angemessene Erträge erwirtschaften.“ Der Manager ist seit 2010 innerhalb der Bosch-Geschäftsführung unter anderem für den Finanzbereich, den Einkauf und die Informationsverarbeitung zuständig. Auf Rang neun rangiert als drittes deutsches Unternehmen unter den Top Ten der Getriebeund Fahrwerkspezialist ZF Friedrichshafen. Der Zulieferer vom Bodensee verzeichnete 2012 vor allem in Nordamerika ein starkes Umsatzplus. Auch wenn nach Angaben der Unternehmensberatung McKinsey die weltweit 20 umsatzstärksten Zulieferer im Schnitt renditestärker sind als der Rest der Top 100, so stellt diese Gruppe dennoch nicht den Renditekönig. Der 2012 weltweit profitabelste Zulieferer war nach Angaben der Unternehmensberatung Berylls Strategy Advisors der Wälzlagerhersteller Schaeffler mit einer EBITMarge von 13,3 Prozent. Im Automobilwoche- Ranking arbeiteten sich die Franken mit einem Umsatz von 8,7 Milliarden Dollar von Platz 28 auf Position 22 vor. Um fünf Plätze nach oben auf Position 68 ging es für Dräxlmaier. Der Interieurspezialist beliefert traditionell die deutschen Premiumanbieter und rüstet unter anderem das Elektroauto BMW i3 mit Tür- und Säulenverkleidungen aus nachwachsenden Rohstoffen aus. An der Dominanz der drei Nationen Deutschland, Japan und USA hat sich gegenüber dem Ranking des Jahres 2011 nichts geändert. Insgesamt haben sich 23 deutsche Unternehmen unter den Top 100 platziert. Gleichauf mit der deutschen Gruppe rangieren die US-Unternehmen, Spitzenreiter bleiben die japanischen Zulieferer mit 26 Platzierungen. Der Erfolg der koreanischen Fahrzeughersteller Hyundai und Kia spiegelt sich auch im Zulieferer- Ranking. Mit Hyundai WIA, Mando und Hyundai Powertech konnten sich drei der fünf Zulieferer aus dem asiatischen Land in der aktuellen Rangliste nach vorne arbeiten.
Die weltgrößten Zulieferer rücken enger zusammen
An der Spitze wird es eng. Die Abstände zwischen den ersten fünf Unternehmen der weltweit umsatzstärksten Zulieferer in der automobilen Erstausrüstung des Jahres 2012 haben sich deutlich verringert. Bosch hat seine Führungsposition mit 36,79 Milliarden Dollar zwar behauptet (39,75 Milliarden im Jahr 2011), aber der japanische Zulieferer Aisin Seiki hat als Fünftplatzierter mit 30,08 Milliarden Dollar den Rückstand zu den Stuttgartern gegenüber 2011 in etwa halbiert.