München. Das Unternehmen vom Bodensee pflegt bereits Geschäftsbeziehungen zu Honda. So arbeitet der Zulieferer mit dem japanischen Autobauer bei Stoßdämpfern zusammen. „Honda ist ein interessanter Kunde und für uns vor allem ein zukünftiger Technologiepartner“, erklärte Sommer im Gespräch mit der Automobilwoche in Detroit. Das 9HP für Fahrzeuge mit Front-Quer-Antrieb wird derzeit in den USA am ZF-Standort in Gray Court, South Carolina, produziert. Kunden sind bisher Chrysler und Land Rover, wo das 9HP im Modell Evoque verbaut wird. Derzeit werden in Gray Court jeweils 400.000 Getriebe der Typen 8HP und 9HP hergestellt. Bis zum Jahr 2016 soll die Kapazität auf 1,2 Millionen Aggregate ausgebaut werden. „Und das ist vor allem getrieben durch das Neungang- Automatikgetriebe“, erklärte Sommer. Die Anzahl der Mitarbeiter wird bis 2016 von jetzt 1200 auf 1650 ansteigen.
Der dritte Kunde
Zudem soll es eine drehmomentschwächere Version des 9HP-Getriebes für China geben. „Wir sind mit mehreren Kunden in der Vorbereitung“, so Sommer. Namen dürfe er allerdings noch nicht nennen. Der Konzernlenker spricht in diesem Zusammenhang von einer „hohen Lokalisierungsrate“. Insgesamt beschäftigte der drittgrößte deutsche Zulieferer in Nordamerika im vergangenen Jahr 7100 Mitarbeiter. Das entspricht einem Plus von 13 Prozent gegenüber 2012. Im Jahr 2016 will der Antriebsund Fahrwerkspezialist in den USA einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Dollar (4,1 Milliarden Euro) erreichen. Im vergangenen Jahr hatte der Umsatz bei 3,8 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro) gelegen. Nordamerika insgesamt hat im vergangenen Jahr 3,1 Milliarden Euro zum Konzernumsatz von 17 Milliarden Euro beigetragen.