Hilden. Der seit 2006 zur Kirchhoff-Gruppe gehörende Fahrzeugumrüster Reha Group Automotive sieht durch die demografische Entwicklung in Europa hervorragende Wachstumschancen im In- und Ausland. „Unser Businessplan sieht vor, den Umsatz in den kommenden fünf Jahren von derzeit sieben auf rund 30 Millionen Euro zu steigern“, sagte Marketingchef Udo Späker der Automobilwoche.
In Polen hat die Reha Group bereits eine eigene Tochter, in Frankreich arbeitet sie eng mit der Renault-Tochter Somac zusammen. 90 Prozent des Umsatzes kommen aus der behinderten- und altengerechten Umrüstung von Neuwagen, der Rest aus dem Umbau von Gebrauchtfahrzeugen. Der Umrüster ist bereits seit fünf Jahren Exklusiv-Partner von BMW und seit Anfang 2007 auch von Opel. In Deutschland ist die Kirchhoff-Tochter mit sechs Standorten vertreten, weitere Niederlassungen sind geplant.
„Uns helfen drei Trends: der zunehmende Altersdurchschnitt, der Wunsch, mobil zu bleiben, und auch der vorhandene Wohlstand“, so Späker. Im Prinzip sei „vom Smart bis zum Porsche“ jedes Fahrzeug umrüstbar, natürlich abhängig vom Grad der körperlichen Einschränkungen des Fahrers. „So lange es technisch möglich ist, versuchen wir, die Traumautos unserer Kunden für diese auch nutzbar zu machen.“
Neben dem klassischen Geschäftsbereich der Autos für Schwerbehinderte hat die Reha-Gruppe Wachstumspotenzial vor allem durch die Komfort- und Bequemlichkeitsansprüche der älter werdenden Bevölkerung ausgemacht. Das Unternehmen sieht sich als Komplett-Dienstleister, der auch Tipps für die Nutzung staatlicher Fördermittel, Fahrschulungen und auf Wunsch auch eine Versicherungsberatung anbietet.