Stuttgart. Die Finanzsparte des Daimler-Konzerns befindet sich im Windschatten kontinuierlicher Absatzrekorde auf stabilem Wachstumskurs. Das schlägt sich auch in der Zahl der weltweit Beschäftigten nieder, die Anfang Oktober bei 9785 und damit knapp unter der 10.000er-Marke lag. Noch Anfang 2014 waren es 8107, also fast 1700 weniger. "Wenn man seit Jahren mit zweistelligen Prozentzahlen wächst, dann lässt sich dies auf Dauer nur mit zusätzlichen Mitarbeitern bewältigen", sagte Klaus Entenmann, Chef von Daimler Financial Services, der Automobilwoche.
Der Dienstleister kann auf allen Geschäftsfeldern gute Zahlen melden, die sich im laufenden Quartal nochmals verbesserten. Bis Anfang November schlossen 1,2 Millionen neue Kunden einen Finanzierungs- oder Leasingvertrag ab. Der Wert aller finanzierten Fahrzeuge beträgt 114 Milliarden Euro. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von über 14 Prozent. Allein in China konnten 100.000 neue Verträge abgeschlossen werden. Damit ist China mit einem Vertragsvolumen von fast 6,6 Milliarden Euro hinter den USA, Deutschland und Großbritannien der viertwichtigste Markt für Daimlers Finanzsparte. Entenmann erwartet, dass China bereits im nächsten Jahr an dritter Position liegen wird. Auch wenn sich Entenmann nicht festlegen will, so ist es wohl nur noch eine Frage von wenigen Jahren, bis das Reich der Mitte zum wichtigsten Markt aufsteigt.