Stuttgart. Der Daimler-Konzern lenkt ein und wird das kritisierte Kältemittel R1234yf ab dem Jahr 2017 in einem Großteil seiner Fahrzeuge einsetzen.
Zum Hintergrund: Seit Anfang 2013 gilt eine EU-Richtlinie, wonach Fahrzeuge, die ihre Typgenehmigung nach dem 1. Januar 2011 erhalten haben, das alte, klimaschädliche Kältemittel R134a nicht mehr verwenden dürfen.
Erlaubt sind nur noch Kältemittel mit einem Treibhauspotenzial ("Global Warming Potential", GWP) von unter 150. Das seit Jahrzehnten verwendete R134a weist ein GWP von 1300 auf. Bei R1234yf beträgt der Wert vier. Angeboten wird R1234yf nur von den beiden US-Zulieferern Du-Pont und Honeywell.
Doch dieses als Alternative vorgesehene Mittel hatte sich bei Tests des Autobauers im Herbst 2012 entzündet. Infolgedessen weigerten sich die Stuttgarter, den Flüssigstoff zu verwenden. Eine Schonfrist für ältere Fahrzeugmodelle, bei denen R134a eingesetzt wird und die noch verkauft werden, gilt lediglich bis Ende 2016. Bereits zugelassene Fahrzeuge genießen jedoch Bestandsschutz.