Berlin. An erster Stelle der Neuerungen steht die neue Plattform SPA („Scalable Product Architecture“), auf der künftig alle Modelle der größeren Baureihen 60, 70, 80 und 90 stehen werden. Aber nicht nur technologisch stelle sich Volvo neu auf, machte Samuelsson deutlich. China werde durch die enge Verbindung mit Geely zum „neuen Heimatmarkt“ für die schwedische Marke. „China ist für uns nicht nur ein neuer Markt, sondern bedeutet vielmehr eine strategische Neuausrichtung.“ Volvo produziert seit Anfang November in einem neuen Werk in Chengdu gemeinsam mit einem Joint-Venture- Partner, einer weiteren Geely- Tochter, das Modell S60. Im laufenden Jahr peilt der Hersteller in China einen Absatz von mindestens 50.000 Einheiten an, womit das Land nach Einschätzung von Samuelsson womöglich die USA als größten Einzelmarkt der Schweden ablösen wird.
China bedeutet für uns eine strategische Neuausrichtung
Volvo hat die Trennung von Ford vor drei Jahren für eine grundlegende Neuausrichtung genutzt. Die hinzugewonnene Verantwortung unter dem neuen Eigentümer Geely habe Volvo letztlich gutgetan und zu einer Welle der Kreativität geführt, sagte Volvo- Vorstandschef Hĺkan Samuelsson in Berlin. „Wir haben den Verbund mit Ford verloren, alle unsere Skaleneffekte mussten wir neu erfinden. Und es gibt auch keine Zentrale mehr, wo wir Geld anfordern können, wenn etwas fehlt“, sagte Samuelsson und fügte hinzu: „Das ist sehr gut für ein Unternehmen, davon bin ich überzeugt.“