Was haben die Daimler-Marken Car2go, Mercedes me und Moovel gemeinsam? Siewurden in der Konzern-Innovationsschmiede Lab1886 geboren. Die von Susanne Hahn geführte Geschäftseinheit ist eine Brutstätte für neue Geschäftsmodelle, die entlang der vier Grundsäulen der Unternehmensstrategie CASE entwickelt werden sollen.
Im Zentrum steht die Mobilität der Zukunft – von elektrisch bis autonom. 2007 als Geschäftseinheit Business Innovation gegründet, hat das Lab1886 inzwischen rund 180 Mitarbeiter und Standorte in Stuttgart, Berlin, Peking und Atlanta. "So schaffen wir einen neuen Raum, in dem unsere internen Vordenker, Fachbereiche und Business Units in einem hohen Umsetzungstempo erstklassige Innovationen hervorbringen können", sagt Hahn.
Wer eine Idee hat, darf diese nach einer ersten Beurteilung im sogenannten Haifischbecken vor einer Expertenjury präsentieren. Hat das Geschäftsmodell die Hürde genommen, wird sie auf Umsetzbarkeit und Skalierbarkeit geprüft. Dafür erhalten die Teams Trainings, Begleitung durch Führungskräfte sowie Arbeitsplätze und Werkstattzugang. Ist das Modell tragfähig, erfolgt die globale Markteinführung.
Für Daimler ist es in der aktuellen Umbruchphase der Automobilindustrie überlebenswichtig, Trends frühzeitig zu erkennen, um nicht von neuer Konkurrenz verdrängt zu werden. Hahn hat dabei stets ein Zitat von Microsoft-Gründer Bill Gates parat: "Wir überschätzen die Veränderungen, die in den nächsten zwei Jahren auftreten – und wir unterschätzen die Veränderungen, die in den nächsten zehn Jahren auftreten."
Dieser Text ist Teil der Serie 100 Digital Leaders Automotive:
Hier stellt die Redaktion der Automobilwoche mit Unterstützung der Unternehmensberatung PwC insgesamt 100 Top-Unternehmen vor, die bei der Digitalisierung der Automobilbranche eine führende Rolle spielen.
Dieser Artikel ist Teil der vierten Folge, in der Unternehmen präsentiert werden, die bei neuen Mobilitätsdiensten die Nase vorn haben.
Zur Gesamtübersicht aller 100 Unternehmen (wird fortlaufend ergänzt):