Coburg. Um Elektrofahrzeuge im Massenmarkt schneller etablieren zu können, favorisiert der Mechatronikspezialist Brose die berührungslose Ladetechnologie. Denn: „Steckerlösungen werden sich nicht durchsetzen“, ist Jürgen Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung von Brose, überzeugt. Komponenten der Übertragungstechnik sind in den Boden eingelassene Induktionsspulen, die als Sender fungieren. Ein zusätzliches Modul am Fahrzeugboden übernimmt die Rolle des Empfängers.
Brose von induktiver Ladetechnik überzeugt
Die Energie wird nach Angabe der Franken bis auf eine Distanz von 20 Zentimetern durch das magnetische Feld induktiv übertragen. Der Wirkungsgrad soll bei über 90 Prozent liegen. Eine elektromagnetische Abschirmung in den Spulen sichert den Fahrgastraum dabei gegen das Magnetfeld ab. Anders als bei stationären Stromtankstellen können dank der kabellosen Ladetechnologie Elektroautos bei jedem Zwischenstopp, etwa an Ampeln und Bahnübergängen, in Parkhäusern oder auf Parkplätzen, automatisch nachgeladen werden. „Je nach Batteriegröße ergeben sich Ladezeiten von vier bis acht Stunden“, erläutert Otto. Anfang 2011 hatten Brose und SEW-Eurodrive, ein Anbieter von Elektromotoren für den Industriebereich, das Joint Venture Brose- SEW Elektromobilitäts GmbH & Co. KG gegründet. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens ist die Vermarktung und Produktion von Antriebs- und Ladesystemen für Elektro- und Hybridfahrzeuge.