Schwalbach. Jaguar Land Rover (JLR) will mithilfe der Datenwolke den Fahrkomfort in seinen Modellen erhöhen. Mike Bell, der bei JLR die Entwicklung für das vernetzte Fahrzeug leitet, will dazu die bereits existierenden adaptiven Stoßdämpfer künftig mit Fahrbahndaten aus der Cloud versorgen, sodass die Dämpfer stets „wissen“, wo das nächste Schlagloch lauert. Schon heute sammeln hochempfindliche Sensoren, zu denen auch eine Stereo-Digitalkamera gehört, in einem umgerüsteten Range Rover Evoque und einem Land Rover Discovery Sport Daten über den Fahrbahnzustand. Das Steuerungssystem erhält Informationen zur Fahrzeughöhe und über die Ausgleichsbewegung. Diese Daten werden an die adaptiven Stoßdämpfer weitergegeben, damit sie entsprechend eingestellt werden können. Doch das reicht Bell nicht: „Wir wollen einen Schritt weitergehen und die von den Sensoren gesammelten Daten zu Schlaglöchern und Beschädigungen allgemein zugänglich machen und sie über die Cloud mit anderen Straßennutzern teilen“, sagt der Entwickler. Damit könnten Schlagloch-Schäden künftig besser vermieden werden. Zudem wäre leichter zu erfassen, wo Straßenschäden beseitigt werden müssen. „Gegenwärtig erhält man die präzisen Daten erst in dem Augenblick, in dem das Auto ein Schlagloch oder einen Kanalschacht überfährt. Deshalb erforschen wir, wie man die Vermessung und die Genauigkeit der Schlaglocherkennung verbessern kann“, sagt JLRManager Bell.
Jaguar Land Rover will Daten per Cloud nutzen
Briten entwickeln Schlagloch-Scanner
Stell Dir vor Du fährst über ein Schlagloch und Du spürst nichts - so ähnlich lautet die Vision von Mike Bell, Leiter der Entwicklung für das vernetzte Fahrzeug bei Jaguar Land Rover.