München. BMW will trotz Rekordgewinnen die Arbeitskosten senken, stößt dabei aber auf Widerstand. "Kürzungen bei Weihnachtsgeld und Erfolgsbeteiligung trotz der wirtschaftlichen Erfolge des Unternehmens sind mit dem Betriebsrat nicht zu machen", sagte der Vorsitzende Manfred Schoch laut einem internen Schreiben. Solche Pläne beendeten das Prinzip der jahrzehntelangen fairen Beteiligung und widersprechen der BMW-Kultur. Sparen will BMW laut Betriebsrat bei Erfolgsbeteiligung, Weihnachtsgeld, betrieblicher Altersvorsorge und Altersteilzeit.
Nach Informationen der Automobilwoche ist bei der Gewinnbeteiligung eine Deckelung im Gespräch. Ihre bisherige Form hatte 2015 zu einer Rekordprämie für die Mitarbeiter geführt. Sie errechnet sich nach einem individuellen Basiswert, auf den zuletzt 167 Prozent aufgeschlagen wurden. Für Facharbeiter der Stufe 5 bedeutete das 2015 einen Erfolgsbonus von 8365 Euro.