Nürnberg. Der von der Bayerischen Staatsregierung 2006 ins Leben gerufene Automotive Cluster verzeichnet erste Erfolge. Laut Josef Nassauer, Geschäftsführer Bayern Innovativ und Cluster-Sprecher Automotive, haben sich seit Oktober rund 430 Unternehmen an den Cluster-Aktivitäten beteiligt - darunter 50 Firmen aus anderen Industriebereichen, die zur Bayerischen Innovations- und Kooperationsinitiative Automobilzulieferindustrie (BAIKA) bislang keinen Kontakt hatten. Zudem soll der Cluster helfen, eine noch intensivere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft zu ermöglichen. Dafür initiiert Nassauer Forschungs- und Verbundprojekte in den Themenfeldern effiziente Fahrdynamik, Sicherheit und Komfort sowie Effizienz und Flexibilität in der Produktion.
Kontakte zu neuen Firmen verspricht sich Nassauer auch von den Cluster-Treffs. Auf diesen Veranstaltungen stellen sich einzelne Unternehmen den Cluster-Mitgliedern vor. "In der Regel sind wir nach zwei bis drei Tagen ausgebucht", freut sich Nassauer über den regen Zuspruch. Solche Treffs gab es bislang bei den Zulieferern Leoni, Ident Technology, Grammer, Cherry und TRW. Am 8. Mai ist Ford der nächste Gastgeber.
Zudem wird vom Automotive Cluster das Projekt "Innovation Car" vorangetrieben. An einem virtuellen dreidimensionalen Fahrzeugmodell können sich dort Unternehmen mit ihren Kompetenzen darstellen. Derzeit wird noch am Prototyp gearbeitet. Am 4. Juli soll dieser im Audi-Forum in Ingolstadt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. "Wir wollen damit vor allem kleinere Firmen an das Werkzeug Virtual Reality heranführen", erklärt Nassauer.