Stuttgart. Der Kühler- und Klimaanlagenspezialist Behr setzt auf das wachsende Geschäft mit Komponenten und Systemen für Niedrigpreisautos. Behr-Chef Markus Flik rechnet damit, künftig etwa fünf Prozent des Umsatzes mit Produkten für solche Fahrzeuge erzielen zu können. So sind die Stuttgarter heute bereits Lieferant beim Dacia Logan, und auch das indische Volksauto Tata Nano wird mit einer Klimaanlage von Behr auf den Markt kommen. Für die Montage des Klimageräts errichtet Behr in der indischen Stadt Singur nahe Kalkutta ein neues Werk, das Mitte dieses Jahres die Produktion aufnehmen soll.
Die Stuttgarter steigerten 2007 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Prozent auf knapp 3,4 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum sank das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) jedoch um 32 Prozent auf 85 Millionen Euro. Die Hauptursachen dafür sieht Flik in Nordamerika, wo Behr einen Produktionseinbruch bei Schwerlastwagen zu spüren bekam. Als Folge rutschte der Zulieferer in Nordamerika in die Verlustzone. Laut Flik wird sich daran auch in diesem Jahr nichts ändern. Zudem sei das Ergebnis durch die Steigerungen der Materialpreise, im Wesentlichen bei Edelstahl, negativ beeinflusst worden.