Leverkusen. Bayer MaterialScience (BMS) macht den Glasherstellern verstärkt Konkurrenz und bündelt die sogenannten „Verscheibungsaktivitäten" unter dem Namen BayVision. Das Chemieunternehmen versteht darunter Lösungen für den Automobilbereich, bei denen Elemente aus Glas, wie etwa Panoramadächer, durch Kunststoffe ersetzt werden.
Die Serviceleistungen von BayVision reichen von der Hilfe bei der Werkzeugauswahl in der Kunststoffverarbeitung über Design-Beratung bis hin zur Unterstützung in Fragen der Beschichtung. „Der Kunde erhält ein umfassendes Paket für Automobilverscheibung aus einer Hand", erklärt Volkhard Krause, weltweiter Leiter des Automotive-Glazing-Teams der Bayer-Tochter BMS. Krause will eine kontinuierliche Betreuung von der ersten Idee bis hin zur konkreten Umsetzung gewährleisten. „Mit einer reinen Anpassung der Organisation hätte BMS diese Neuausrichtung der Polycarbonat-Verscheibung dem Markt nicht verdeutlichen können", ist Krause überzeugt.
Wo BMS den Werkstoff Glas durch Kunststoffe des eigenen Hauses ersetzen kann, zeigen die Leverkusener anhand eines Gemeinschaftsprojekts mit Hyundai. Als weltweit erstes Automobil trägt der i-mode das Logo von BayVision. Das Concept-Car der Koreaner verfügt über insgesamt elf Verscheibungsbauteile aus dem Hochleistungs-Polycarbonat Makrolon.