München. Die Folgen der weltweiten Finanzkrise schlagen sich in rückläufigen Investitionen für Werbung nieder: Der deutsche Kraftfahrzeugmarkt hat 2008 die Ausgaben für die Schaltung klassischer Werbung im Vergleich zum Vorjahr um 82,6 Millionen Euro (minus 4,1 Prozent) auf 1,94 Milliarden Euro reduziert.
Zu diesem Ergebnis kommt das Hamburger Institut Nielsen Media Research, das exklusiv für Automobilwoche die Ausgaben der Fahrzeugindustrie für Fernseh-, Radio-, Print-, Plakat- und Kinowerbung ermittelte.
Wie 2006 und 2007 auch hat Europas größter Automobilhersteller Volkswagen am meisten Geld für Werbung ausgegeben. Die Wolfsburger investierten insgesamt 201 Millionen Euro für die Schaltung von Werbung in Deutschland – unter anderem für die Modelle Golf, Passat CC und Scirocco sowie für Imagewerbung. Trotz einer Reduzierung der Ausgaben um 2,6 Prozent liegt VW mit großem Abstand vor dem Autobauer Opel. Die GM-Tochter hat mit 145,2 Millionen Euro ihr Budget im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent gekürzt. Knapp dahinter landete Daimler auf dem dritten Platz mit Ausgaben von 142,1 Millionen, 12,5 Prozent mehr als 2007. Renault belegte mit Investitionen von 133,2 Millionen Euro Platz vier unter den großzügigsten Pkw-Werbern, vor Audi (129,2 Millionen Euro).