Ingolstadt. Nur Elektroautos, die lange Strecken am Stück schaffen, haben beim Autokäufer eine Chance. Darauf stellt sich Audi ein und will deshalb ein Elektro-SUV mit üppiger Reichweite auf den Markt bringen. Auf der IAA am 15. September zeigen Vorstandschef Rupert Stadler und Entwicklungschef Ulrich Hackenberg erstmals die Studie des Luxus-Sportgeländewagens Audi e-tron Quattro. Bislang haben sich die deutschen Autobauer den Einstieg in das Segment nicht getraut.
Nun gibt es erste Informationen zur Studie. Das Auto soll im Alltagsgebrauch 500 Kilometer weit fahren können. Insgesamt drei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse wird der Allradler haben. Sein Design ist betont aerodynamisch (cw-Wert von 0,25), was zur Reichweite beitragen soll. Das Auto wird in Serie produziert und 2018 in den Handel kommen. „Die Studie ist ernst gemeint“, heißt es bei Audi. Kleine Änderungen nach der Präsentation des Fahrzeugs sind aber wahrscheinlich.
Unter Branchenbeobachtern wird das Fahrzeug als Antwort auf den Luxus-Elektroauto-Pionier Tesla wahrgenommen. Der US-Autobauer bringt noch in diesem Herbst das Elektro-SUV Tesla Model X auf den Markt. Doch als „Tesla-Fighter“, wie in den Medien gern genannt, wollen die Ingolstädter ihr Elektro-SUV nicht verstanden wissen. „Wir gehen unseren eigenen Weg, wir kopieren Tesla nicht“, heißt es.
Im März hatte Hackenberg das Elektroauto als „Sports Activity Vehicle“ angekündigt. Audi versteht sich als Technologie-Vorreiter und will diesen Status auch im 21. Jahrhundert nicht verlieren. Hackenberg: „Auch im Zeit alter der hocheffizienten und elektrifizierten Antriebe werden wir das einzigartig sportliche Quattro-Fahrerlebnis anbieten.“ Den Beweis muss Audi mit dem angekündigten E-SUV liefern.