Köln/Ingolstadt. Die unerwartet schnelle Erholung der Autobranche sorgt für vorgezogene Lohnerhöhungen und teilweise Sonderzahlungen. Nach Bosch und Audi wollen unter anderem auch ElringKlinger, ZF und SKF Schweinfurt ihre Mitarbeiter früher als geplant am Aufschwung beteiligen und die für April 2011 vereinbarte Tariferhöhung von 2,7 Prozent bereits ab Februar zahlen. Bei Porsche und Daimler gehen die Betriebsratsvorsitzenden fest davon aus, dass ihre Unternehmen diesem Beispiel folgen.
Auch Ford wird für seine rund 26.000 Mitarbeiter in Deutschland bereits zum 1. Februar mehr Lohn und Gehalt zahlen. Wie die Automobilwoche aus Unternehmenskreisen erfuhr, gab Ford Werke-Chef Bernhard Mattes grünes Licht dafür, 1,7 Prozent der 2,7-prozentigen Erhöhung schon ab Februar zu zahlen. "In Übereinstimmung mit der Investitionssicherungsvereinbarung von 2006 rechnen wir ein Prozent von 2,7 Prozent gegen die übertariflichen Entgeltbestandteile an,“ hieß es aus der Vorstandsetage.
Audi hatte am Freitag mitgeteilt, für seine 45.000 Beschäftigten in Deutschland ab 1. Februar den vollen Aufschlag zu zahlen. Der Metall-Tarifvertrag hatte den Firmen gestattet, die Lohnerhöhung je nach Lage um zwei Monate nach vorne oder nach hinten zu verschieben.