Amsterdam. Neben zahlreichen Projekten zum Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden und in Industriebetrieben investiert die Stadt schon seit Jahren in die Elektromobilität. Bislang wurden bereits 1200 öffentliche Ladestationen im Stadtgebiet errichtet, finanziert durch die öffentliche Hand. Derzeit sind rund 400 Elektrofahrzeuge in der Stadt zugelassen, allein fünf Taxiunternehmen fahren mit E-Autos auf den für sie freigegebenen Busspuren, die meisten davon nutzen den Nissan Leaf. Doch nun geht die Stadt noch einige Schritte weiter. So sollen im Jahr 2018 bereits 4000 Ladestationen verfügbar sein. Ab Januar 2017 sollen in bestimmten Umweltzonen nur noch Elektro-Nutzfahrzeuge fahren dürfen, ab 2018 zudem nur noch Elektro- Taxis und E-Busse. Für die Logistikbetriebe werden derzeit Hubs gebaut, wo die Güter von großen 40-Tonnern auf kleine Elektro- Lieferwagen umgeladen werden. „Unser Fernziel ist es, dass künftig ausschließlich Elektrofahrzeuge die Stadt befahren dürfen“, sagte der für das Nachhaltigkeitskonzept der Stadt verantwortliche Planer Art van der Giessen der Automobilwoche. Ziel sei es, die CO2-Emissionen bis 2025 um 30 Prozent zu senken. Die Stadtverwaltung will ihre Emissionen bis dahin sogar um 45 Prozent reduzieren. „Wir wollen zu einer emissionsfreien Stadt werden und Vorbild sein für alle Städte, die in diese Richtung gehen wollen“, so van der Giessen. Auch die Einwohner müssen umdenken, wenn sie das nicht schon getan haben. So beträgt die Wartezeit für die Neuzulassung eines Verbrenners im City-Bereich rund vier Jahre – sofort zugelassen werden dürfen dagegen CO2-freie E-Autos.
Elektromobilität
Amsterdam will emissionsfrei werden
Die Stadt Amsterdam hat Mitte März eines der ehrgeizigsten Umweltschutzprogramme der Welt gestartet. Davon können auch die Autohersteller pro¬fitieren – sofern sie Elektrofahrzeuge fertigen.