Rüsselsheim. Alle Welt redet über alternative Antriebe, doch nur wenige Autofahrer denken dabei an Opel. Dabei gehört Opel seit Jahren zu den Herstellern mit dem breitesten Angebot an alternativen Antriebstechniken. Für mediale Aufmerksamkeit sorgt fast nur der elektrisch fahrende Ampera mit reichweitenverlängerndem Benzinmotor. Das "Car of the Year 2012“ ist am europäischen Markt für Elektroautos das erfolgreichste Modell und kommt auf einen Anteil von 20 Prozent. In Ländern mit staatlicher Förderung der E-Mobilität wie in den Niederlanden kommt der Ampera sogar auf mehr als 50 Prozent des Segments. In Deutschland schreckt der hohe Verkaufspreis zwar noch ab, doch auch hierzulande kommt der Ampera auf einen Anteil von einem Drittel im Elektroauto-Markt.
Der Imageträger ist für Opel zwar das Aushängeschild im Bereich alternativer Antriebe – wirtschaftlich weit bedeutender aber ist die Autogas- (LPG, "Liquefied Petroleum Gas“) und Erdgas-Flotte (CNG, "Compressed Natural Gas“) des Herstellers. Denn vor allem Autogas ist auf dem Vormarsch. Waren 2004 erst 30.000 flüssiggasbetriebene Fahrzeuge in Deutschland unterwegs, sind es heute nach Angaben des Deutschen Verbands Flüssiggas bereits 460.000. In der gleichen Zeit wuchs das LPG-Tankstellennetz von 600 auf 6200 Stationen. Experten rechnen damit, dass 2015 bereits mehr als eine Million LPG-Fahrzeuge in Deutschland zugelassen sein werden – nicht nur wegen des Kostenvorteils, sondern auch, weil LPG in der Praxis die höchste CO2-Einsparung aller alternativen Kraftstoffe aufweist, wie eine aktuelle Studie der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes aufzeigt.Deutlich kleiner ist in Deutschland und Europa dagegen der Markt für Erdgas-Fahrzeuge, einem Bereich, in dem Opel bei Lösungen ab Werk das breiteste Angebot hat. Derzeit sind in Deutschland rund 94.000 Erdgas- Autos zugelassen, es gibt 870 Tankstellen. Doch dieses dünne Netz schrumpft schon wieder, denn die Investitionen rechnen sich nur selten. Von dem Boom bei Autogas will sich Opel aber einen großen Kuchen abschneiden. Derzeit bieten die Rüsselsheimer ab Werk fünf Modelle mit LPG-Antrieb und vier mit CNG-Antrieb an.Ungewissheit prägt die Situation in dem Bereich alternativer Antriebe, der noch am weitesten von einem vermarktbaren Serienprodukt entfernt ist. Bereits seit mehr als 15 Jahren arbeitet Opel am Brennstoffzellenfahrzeug, technologisch und finanziell unterstützt von der Mutter General Motors. Unter anderem sind seit dem Jahr 2008 zehn Modelle des Typs HydroGen4 als Beitrag von Opel zur "Clean Energy Partnership“ (CEP) in Berlin im Alltagseinsatz. Immerhin hat Opel die Chance, mit der großen US-Mutter im Rücken das Kostenproblem der Brennstoffzelle durch eine Serienproduktion in den Griff zu bekommen. In der aktuellen Umbruchphase allerdings fahren die Rüsselsheimer ihre Fuel-Cell-Aktivitäten auf kleinstmöglicher Sparflamme weiter.Ampera und Autogas verdienen alle Achtung
Opel gehört seit Jahren zu den Autoherstellern mit dem breitesten Angebot an alternativen Antriebstechniken. Für mediale Aufmerksamkeit sorgt fast nur der elektrisch fahrende Ampera mit reichweitenverlängerndem Benzinmotor. Das "Car of the Year 2012“ ist am europäischen Markt für Elektroautos das erfolgreichste Modell und kommt auf einen Anteil von 20 Prozent. In Ländern mit staatlicher Förderung der E-Mobilität wie in den Niederlanden kommt der Ampera sogar auf mehr als 50 Prozent des Segments. In Deutschland schreckt der hohe Verkaufspreis zwar noch ab, doch auch hierzulande kommt der Ampera auf einen Anteil von einem Drittel im Elektroauto-Markt.