Genk (Belgien). Die Befürchtungen der Arbeitnehmer haben sich bewahrheitet: Ford will Ende 2014 wegen der anhaltenden Nachfragerückgänge in Europa sein Werk im belgischen Genk schließen. Die Produktion solle ins spanische Valencia verlagert werden, teilte Ford of Europe am Mittwoch mit. Direkt betroffen sind 4300 Mitarbeiter.
Zuvor hatte die Direktion von Ford of Europe die Mitarbeiter bei einer Betriebsversammlung im Werk Genk darüber informiert. Die konkreten Bedingungen der Werksschließung sollten nun in einem Konsultationsprozess mit den Arbeitnehmervertretern ausgehandelt werden, erklärte Ford weiter."Die vorgeschlagene Restrukturierung unserer europäischen Fertigung ist ein fundamentaler Bestandteil unseres Plans, das Geschäft von Ford in Europa zu stärken und zu profitablem Wachstum zurückzukehren", erklärte Europachef Stephen Odell.Ford sei sich der Folgen dieser Entscheidung für die Mitarbeiter, deren Familien und für die betroffenen Zulieferer bewusst. Ziel der Gespräche sei es, die negativen Auswirkungen für die Betroffenen so gering wie möglich zu halten.Der Plan sei eine Antwort auf die Überkapazitäten in Westeuropa, so Ford weiter. Die Neuwagennachfrage in Westeuropa sei seit 2007 um über 20 Prozent gesunken. Der Neuwagenverkauf in der Region habe in 2012 beinahe sein 20-Jahres-Tief erreicht. "Es wird erwartet, dass sich das im kommenden Jahr nicht ändert oder gar noch weiter sinkt," so Ford.Falls das Fertigungsvolumen in Genk wie geplant nach Valencia verlagert werden kann, will Ford umgekehrt den Standort im deutschen Saarlouis stärken. Die Produktion des C-Max und des Grand C-Max in Valencia solle in diesem Falle nach Saarlouis verlagert werden, erklärte der Autobauer. Der Kompakt-SUV Kuga ist davon aber nicht betroffen, die neue Version soll auch künftig wie geplant allein in Valencia gefertigt werden.Weitere Einzelheiten zu dem europäischen Restrukturierungsplan will der Hersteller am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mitteilen, an der auch Konzernchef Alan Mulally teilnimmt. In Genk baut Ford den Mittelklassewagen Mondeo, den Sportvan S-Max und den Van Galaxy. Nach Einschätzung von Analysten könnte eine Schließung des Werkes Einsparungen in einer Größenordnung von bis zu 500 Millionen US-Dollar (384 Millionen Euro) bringen.Über die Zukunft des Ford-Werkes in Genk war schon länger spekuliert worden. Bei den beiden deutschen Werken in Köln und Saarlouis sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2016 ausgeschlossen.Ford will Werk Genk Ende 2014 schließen
Ford will sein Werk im belgischen Genk zum Ende des Jahres 2014 schließen. Das teilte der Autobauer am Mittwoch nach einer Betriebsversammlung in dem Werk mit. Die Produktion der nächsten Mittelklasse-Baureihen könne ins spanische Valencia verlagert werden, teilte Ford am Mittwoch mit.