Köln. Der Ford-Konzern will offenbar seine Plattformen von zehn auf vier reduzieren und gleichzeitig den Gleichteile-Anteil seiner Fahrzeuge weltweit erhöhen. Die Lieferanten für diese künftigen globalen Plattformen wählt der Konzern bereits in den kommenden zwölf bis 18 Monaten aus, auch in Europa.
"Wir werden binnen der nächsten zwölf bis 18 Monate die Auswahl, welche Zulieferer sich für zukünftige Modelle qualifizieren, abschließen," kündigte die Einkaufschefin von Ford of Europe, Birgit Behrendt, in einem Interview mit der Zeitschrift "Automobil-Produktion" an. Laut Behrendt strebt Ford pro Fahrzeugprogramm einen Anteil von 80 Prozent aller Bauteile im Single Sourcing an. Damit einher gehe der Plan, die Anzahl der konzernweiten Plattformen deutlich von zehn auf vier zu verringern, schrieb die Zeitschrift ohne Nennung von Quellen.
Durch diese Pläne verringert sich zwangsläufig auch die Anzahl von Fords Lieferanten. Der Konzern strebt langfristig ein Lieferantennetzwerk von 750 bis 850 Zulieferern weltweit an - etwa halb so viele wie heute. "Mindestens 80 Prozent der Bauteile für ein globales Programm sollen zukünftig jeweils nur von einem Lieferanten kommen - und das weltweit. Mit dem zukünftigen Ford Focus sind wir da schon auf gutem Weg," sagte Behrendt.