Berlin. Die Region Berlin-Brandenburg hat sich bei der Bundesregierung als "Internationales Schaufenster der Elektromobilität" beworben. Insgesamt 257 Partner, darunter 197 Unternehmen, 34 Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie 26 Vereine, Verbände, Kammern und öffentliche Einrichtungen beteiligen sich an der Bewerbung. Die Berliner Agentur für Elektromobilität, eMO, hat die Bewerbung am 16. Januar eingereicht.
"Das ist ein starkes Bündnis für die Elektromobilität. Berlin-Brandenburg hat das Potenzial, sich zu einem führenden europäischen Standorte für diese Zukunftstechnologie zu entwickeln. Wir bieten der Industrie einen Präsentationsraum mit hoher nationaler und internationaler Aufmerksamkeit. Und für die Region erproben wir den umweltfreundlichen Verkehr der Zukunft. Vielfalt, Erfahrbarkeit, Vernetzung und internationale Sichtbarkeit: Das sind unsere Stärken", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit.
Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck unterstützt die Bewerbung ebenfalls: "Das Energieland Brandenburg kann die Metropole Berlin mit regenerativ erzeugter elektrischer Energie versorgen. Wir wollen gemeinsam das Zusammenspiel von regenerativer Stromerzeugung, intelligentem Netzmanagement, Zwischenspeicherung und vielfältiger Nutzung von Elektrofahrzeugen erproben und zeigen wie sich Großstadt und Flächenland ideal ergänzen."
In Berlin und Brandenburg sind 74 Projekte geplant. Allein die 35 Kernprojekte haben ein Volumen von 165 Millionen Euro. Rund 75 Millionen Euro davon stammen aus privaten Mitteln, das Land Berlin unterstützt die Projekte mit bis zu 25 Millionen Euro. Überdies beteiligen sich Audi, BMW, Daimler, Ford, Opel, VW, Citroen, Fiat, Mitsubishi, Peugeot, Renault Nissan, Toyota und Volvo. Damit sind neun der zehn weltgrößten Hersteller dabei. Dazu kommen große Zulieferer wie Bosch, Continental und Siemens. Die Energieversorger - E.ON, RWE und Vattenfall sind ebenso mit von der Partie wie die global agierenden Logistikunternehmen DHL, TNT, Hermes und UPS. Mit Vodafone, Nokia und Capgemini beteiligen sich zudem drei namhafte IT- und Kommunikationsunternehmen.