Nach der Vollbremsung speichert der Computer die Daten im Mercedes. Ingenieur Robert Matawa fährt von der Strecke, startet das System neu und beginnt einen weiteren Versuch.
"Wir müssen sicherstellen, dass die Systeme einwandfrei und zuverlässig funktionieren, daher überprüfen wir sie mehrmals", sagt er. Denn ein Notbremsassistent darf nie ausfallen. Für die unabhängigen Versuche mietet sich die Prüfgesellschaft die Fahrzeuge von einer Autovermietung.
Bei künftigen Systemen zum autonomen Fahren wird der Testaufwand erheblich steigen. Die Prüfer müssen weiterhin sicherstellen, dass das Fahrzeug nach den vorgeschriebenen Richtlinien immer einwandfrei funktioniert. Nur, dass die Systeme zunehmend komplexer arbeiten.
Dafür begleitet der Tüv Süd die Entwicklung der Hersteller, die sie damit beauftragen, kontrolliert frühzeitig die Software, simuliert sie und entwickelt daraus eigene Tests und Szenarien in allen erdenkbaren Verkehrs- und Alltagssituationen für die Praxis.
Erst wenn die simulierten Tests erfolgreich sind, geht es auf die Prüfstrecke wie in Ungarn. "Wir beraten Autohersteller nicht, sondern prüfen als unabhängige Dienstleister deren Systeme auf Funktion und Zuverlässigkeit. Wir betreiben reine technische Kontrolle", stellt Alexander Kraus klar.