Der Supercomputer ProAI des Autozulieferers ZF Friedrichshafen wird auf der IAA Mobility 2021 (7. bis 12. September) seine Europapremiere feiern. Erstmals vorgestellt wurde der Rechner im April auf der Automesse in Schanghai. Die jüngste Generation ProAI soll nach Angaben des Unternehmens maßgeschneiderte Rechenpower für jede Fahrzeugplattform und jeden Automatisierungsgrad bieten.
ZF konnte im Pkw- als auch im Nutzfahrzeugsegment die ersten Großaufträge für die ZF ProAI gewinnen und wird den Zentralrechner ab 2024 in Großserie produzieren. Bei den Stückzahlen sind es über die Laufzeit mehreren Millionen Einheiten. "Das ist für uns ein großer Erfolg die ProAI jetzt auch in diesen sehr hohen Stückzahlen zu sehen", erklärt Torsten Gollewski, Executive Vice President Autonomous Mobility Systems bei ZF. Den ersten Kunden wollte er allerdings nicht benennen. Zwar gebe es derzeit Schwierigkeiten im Halbleitersegment, davon sei die ProAI aber nicht betroffen, heißt es beim Unternehmen. Der Zulieferer ist sich daher sicher, den Serienauftrag 2024 auch halten können. Gefertigt wird ProAI an einem deutschen sowie einem polnischen Standort. Die Entwicklung des Superrechners fand vor allem in Friedrichshafen statt.