Der Zulieferer Preh hat im abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um rund zehn Prozent auf 1,34 Milliarden Euro gesteigert. Laut CEO Zhengxin „Charlie“ Cai hat der Elektronikanbieter damit die selbstgesteckten Ziele in einem extrem schwierigen Marktumfeld erreicht.
Da die externen Rahmenbedingungen 2022 weiter angespannt bleiben dürften, rechnet er damit, dass kostenseitig hohe Belastungen auf das Unternehmen wie auf die Branche insgesamt zukommen. „Steigende Inflation, höhere Kosten für Energie, enorme Preissteigerungen im Materialeinkauf, Fachkräftemangel und die instabil gewordene weltpolitische Lage – all das sind Faktoren, an denen auch wir nicht vorbeikommen. Diese Rahmenbedingungen werden uns kostenseitig auch in diesem Jahr belasten“, erklärte Cai. Dies gelte nicht allein für die Preh GmbH, sondern für die Automobilindustrie insgesamt. „Wenn wir Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze in Deutschland sichern wollen, bedarf es eines gemeinsamen Schulterschlusses von Autobauern und Zulieferern“, sagt Cai.
Neben den bereits genannten Herausforderungen belastet das Unternehmen auch der Corona-Lockdown der chinesischen Industriemetropole Schanghai. "Schanghai ist ein sehr wichtiger Knotenpunkt in Asien, über den Materialien umgeschlagen werden. Seit ein paar Wochen arbeiten wir mit allen Standorten daran, unsere Transportwege neu zu planen", so Cai. Auch das Werk in Ningbo, Stammsich der Joyson-Gruppe, Muttergesellschaft von Preh, ist von "der kritischen Situation" in Schanghai betroffen.