Moskau/Kaluga. Volkswagen will 2008 in seinem russischen Werk in Kaluga bei Moskau etwa 70 000 Fahrzeuge bauen. Das teilte der Produktionsdirektor des Werkes, Oliver Grünberg, am Donnerstag nach Angaben der staatlichen russischen Agentur RIA Nowosti mit. Die Produktionsstätte 160 Kilometer südwestlich von Moskau soll laut Grünberg 2009 ihre geplante Leistung von 150.000 Wagen erreichen.
Im VW-Werk, das seit November 2007 produziert, werden gegenwärtig Autos der Marken Volkswagen und Skoda sowie der Geländewagen Tiguan aus vorgefertigten Teilen endmontiert. 2009 soll Grünberg zufolge die Vollfertigung mit Karosseriebau den Betrieb aufnehmen. Außerdem werde der Konzern ein Fahrzeug auf der Basis des Polo für den russischen Markt entwickeln.
Ausländische Autobauer sehen Russland als stark boomenden Markt. Ende Dezember 2007 hatte der japanische Konzern Toyota bei St. Petersburg sein erstes eigenes Werk in Russland in Betrieb genommen. Dort produziert auch der US-Konzern Ford seit Jahren. Der französische Autokonzern Renault übernahm Anfang Dezember 2007 eine Sperrminorität am größten russischen Autobauer Awtowas (Lada). In Kaliningrad (Königsberg) werden Wagen von BMW, General Motors und KIA gebaut. Anfang Juni hatte auch der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën den Grundstein für ein eigenes Werk in Kaluga gelegt. (dpa/gem)