Leipzig. Porsche hat derzeit die zufriedensten Autohändler hierzulande, die unzufriedensten Partner findet man in Autohäusern der Marke Nissan: Dies hat das Geislinger Institut für Automobilwirtschaft (IFA) im Auftrag von EurotaxSchwacke beim diesjährigen MarkenMonitor ermittelt. In der Gesamtnote 2,27 (auf einer Schulnotenskala) spiegelt sich die hohe Zufriedenheit der deutschen Porsche-Partner wider, die im Vorjahr nur den dritten Platz belegten. Das Urteil der Nissan-Händler fiel gegenüber 2007 zwar besser aus - 3,59 statt 3,82 --, an der Position als Schlusslicht des Rankings ändert dies allerdings nichts. Über alle Marken hinweg bleibt die Zufriedenheit im Markenhandel mit 2,90 auf niedrigem Niveau.
Einen historischen Tiefstand erreicht die Bewertung der Gesamtumsatzrendite. Sie fällt markenübergreifend von der Vorjahres-Bestnote 3,21 auf 3,82. Nur 13 Prozent der Händler erzielen eine Rendite von über zwei Prozent, fast ein Zehntel schreibt rote Zahlen. Der Rest bewegt sich zwischen null und zwei Prozent. Auffallend ist laut Studienleiter und IFA-Direktor Willi Diez, dass auch die bislang eher renditestarken Marken der Nischenspezialisten und kleinen Importeure von diesem Negativtrend erfasst wurden.
Unter den Volumenhändlern sind die VW-Partner derzeit besonders zufrieden mit der Modellpalette und dem Kontakt zum Hersteller - in der Summe verbesserten sie sich mit der Note 2,74 deutlich gegenüber 2007 (3,04) und rücken an die Spitze der drei untersuchten Volumenhersteller.
Bei den Premiummarken, deren Ranking unverändert BMW vor Audi und Mercedes anführt, erfahren die Ingolstädter den größten Zuwachs in der Wertschätzung ihrer Händler - getragen von Spitzenwerten für Qualität, Image und Modellprogramm. Weniger zufrieden sind die Audi-Partner hingegen mit dem Margensystem.
Unter den elf großen Importeuren setzte sich wie im Vorjahr Toyota an die Spitze. Nur im Mittelfeld landen die Japaner bei der Benotung der Profitabilität. Hier liegen die Skoda-Partner vorn.
Zum wiederholten Mal führt Subaru in der Gruppe der kleinen Importeure, die 2008 erstmals auch Daihatsu listet. Mit der Gesamtnote 2,40 platzierten sich die Allrad-Experten zudem gruppenübergreifend auf dem zweiten Platz zwischen Porsche und BMW.
Gesamtsieger Porsche eroberte die Poleposition in der Gruppe der Nischenspezialisten zurück, gefolgt von Neueinsteiger Mini. Jaguar, Gesamtgewinner 2007, bleibt zumindest bei der Profitabilität unangefochten an der Spitze.