Genf. Bei entsprechender Nachfrage schließt Toyota den Bau des Kleinstwagens iQ in Europa nicht aus. "Wenn das Absatzvolumen groß genug ist, sollten wir darüber nachdenken", sagte Tadashi Arashima, Präsident von Toyota Motor Europe (TME), der Automobilwoche. Das knapp drei Meter kurze Auto soll überwiegend in Westeuropa Kunden finden. "Im ersten Jahr werden wir 100.000 iQ bauen", erklärt Andrea Formica, Vertriebschef von TME. Davon sind laut Arashima 80.000 Fahrzeuge für Europa vorgesehen. Insidern zufolge sind diese Planungen allerdings "konservativ", man rechne angesichts kommender CO2-Besteuerungen in einigen EU-Ländern mit einer deutlich höheren Nachfrage.
Gebaut wird der iQ zunächst nur in Japan, die Motoren stammen zum Teil aber aus europäischer Produktion. So soll der iQ unter anderem mit einem stark überarbeiteten 1,4-Liter-Dieselmotor ausgerüstet werden, der im polnischen Toyota-Werk Walbrzych hergestellt wird. Zudem hat der Konzern jüngst bekannt gegeben, am britischen Standort Deeside 115 Millionen Euro zu investieren, um ein neues 1,3-Liter-Benzin-Aggregat zu bauen, das laut Unternehmenskreisen ebenfalls für den iQ vorgesehen ist. Für das neue Modell musste eine eigene Plattform entwickelt werden, die jedoch auf Komponenten des in Frankreich produzierten Yaris zurückgreift. Daher liegt eine Fertigung des iQ in Valenciennes nahe.