Köln/Bonn. Zwei von drei deutschen Autohändlern werden das laufende Jahr 2008 nach Informationen des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn mit Verlusten abschließen. Es gebe keinen, der im Neuwagengeschäft derzeit Geld verdiene, sagte ZDK- Verbandspräsident Robert Rademacher dem Magazin "auto motor sport". Für das kommende Jahr erwartet der Verband einen Rückgang der Neuzulassungen um zehn Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge. Das wäre der niedrigste Wert seit der deutschen Wiedervereinigung, hieß es. 1989 seien allein in Westdeutschland mehr als 2,8 Millionen Neuzulassungen registriert worden.
In einem Interview mit der Tageszeitung "Die Welt" (Montag) bezifferte Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes die im kommenden Jahr zu erwartende Zahl der Neuzulassungen auf "höchstens 3,1 Millionen". Der deutsche Markt steuere 2009 auf ein weiteres schwaches Jahr zu, sagte er.
Bei einer Fortdauer der Absatzflaute könne Ford weitere Produktions- und Personalmaßnahmen nicht ausschließen. So habe das Unternehmen in Saarlouis 200 Zeitarbeitsverträge nicht mehr verlängert und die Zahl der Leiharbeiter in Köln um 300 Beschäftigte reduziert. Insgesamt senke Ford die Produktion in diesem Jahr um knapp vier Prozent. Nach Recherchen des Magazins "auto motor sport" können sich Autokäufer dagegen über steigende Rabatte freuen. So würden von zahlreichen Marken Vorführwagen mit wenigen Kilometern Laufleistung mit Nachlässen von bis zu 40 Prozent angeboten. Auf nicht zugelassene Auslaufmodelle seien Abschläge von bis zu 35 Prozent möglich. (dpa/gem)