Rüsselsheim. Das Europa-Management von General Motors spricht derzeit mit Arbeitnehmervertretern über mögliche Einsparungen. Die desolate finanzielle Si tuation der Konzernmutter in den USA und der schleppende Fahrzeugabsatz haben die außerplanmäßigen Verhandlungen erforderlich gemacht. Ziel dabei ist, im Jahr 2009 rund 750 Millionen Dollar einzusparen. „Mit Ergebnissen dürfte in zwei Wochen zu rechnen sein“, heißt es in der Zürcher Europa-Zentrale von GM. Fest steht, dass der Nachfolger des Kompaktvans Meriva später auf den Markt kommt als geplant. Laut einem Insider will Opel das aufwendige Türkonzept aus Kostengründen selbst zur Serienreife entwickeln. Ursprünglich war der Entwicklungsdienstleister Edag für dieses Projekt ins Boot geholt worden.
„Der Meriva wird später kommen, wenn auch nicht viel später“, bestätigt ein
Unternehmenssprecher. Den Grund wollte GM nicht bekannt geben. Man räumt aber ein, dass „Insourcing auf Engineering-Ebene durchaus ein Teil der derzeitigen Verhandlungen ist“. Der neue Meriva, der wieder im spanischen Saragossa gebaut wird, sollte nach den Werksferien im September 2009 erstmals vom Band rollen. Durch die Verzögerung fehlt dem Vertrieb nicht nur ein relativ kleines Modell, das den CO2-Flottenausstoß senkt, sondern auch ein Volumenbringer. Rund 140.000 Fahrzeuge dieses Typs wurden 2007 in Spanien hergestellt.