Tokio. Die globale Wirtschaftskrise macht auch vor dem Motorsport nicht Halt: Der japanische Autobauer Honda Motor steigt wegen der verschlechterten Geschäftslage aus der Formel 1 aus. Das gab Honda-Präsident Takeo Fukui am Freitag in Tokio bekannt. Sein Unternehmen werde sich angesichts der weiterhin wachsenden Unsicherheit über die Lage der Weltwirtschaft zum Ende dieses Jahres aus dem kostspieligen Rennsport zurückziehen.
"Es war eine sehr schwierige Entscheidung", sagte Fukui. Auch Vertreter der Regierung zeigten sich über Hondas Ausstieg aus der Königsklasse des Motorsports betrübt. "Das ist sehr schade", sagte Regierungssprecher Takeo Kawamura. "Als Fan der Formel 1 ist das sehr traurig", sagte Finanzminister Shoichi Nakagawa. Industrieminister Toshihiro Nikai drückte die Hoffnung aus, dass Honda in naher Zukunft seine finanziellen Schwierigkeiten überwinden und in den Motorsport zurückkehren wird. Hondas Entscheidung sei ein weiteres Zeichen, dass die Autoindustrie harten Geschäftsbedingungen ausgesetzt ist.