Washington. Nur mit strengen Auflagen wird die US-Automobilindustrie eine staatliche Überbrückungs-Hilfe von 15 Milliarden Dollar erhalten. Dies zeichnete sich am Montag bei den Verhandlungen zwischen dem Weißen Haus und dem Kongress ab. Dabei wächst der Druck auf die Autofirmen, einschneidende strukturelle Veränderungen vorzunehmen und sowie die Führungsspitzen neu zu besetzen.
Es sei "sehr wahrscheinlich", dass es in Kürze zu einer Vereinbarung kommen werde, betonte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, am Montagmittag (Ortszeit). Allerdings mahnte sie die Demokraten, nach der grundsätzlichen Einigung in den Verhandlungen nun auch rasch einen beschlussfähigen Gesetzentwurf vorzulegen. Sie rechne aber damit, dass schon am Dienstag im Kongress abgestimmt werden könne.
Die Idee eines "Auto-Zars" zur Kontrolle der ums Überleben kämpfenden US-Autofirmen sei unterdessen zugunsten eines hochrangig besetzten Gremiums aufgegeben worden, berichtete das "Wall Street Journal". Mehrere Modelle würden diskutiert, wobei die Demokraten dem designierten Präsidenten Barack Obama nach seinem Amtsantritt am 20. Januar Einflussmöglichkeiten sichern wollen.