München. Japans Autobauer befürchten, dass das aktuelle Geschäftsjahr 2008/2009 nur mäßig verlaufen wird. Konnten Toyota, Mazda & Co. für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr noch Rekordumsätze und satte Profite verkünden, werden nun drastisch gesunkene Gewinne und teils auch erhebliche Umsatzrückgänge prognostiziert. "Das Geschäftsumfeld ist sehr schwierig. Der Gegenwind ist für uns eine wertvolle Gelegenheit, um uns als noch flexibleres und stärkeres Unternehmen zu präsentieren", erklärte Toyota-Präsident Katsuaki Watanabe bei einer Pressekonferenz in Tokio. Vor allem der im Verhältnis zum US-Dollar starke Yen werde dafür sorgen, dass der Betriebsgewinn um 29,5 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro sinkt. Zudem erwartet das Unternehmen einen Umsatzrückgang um 4,9 Prozent auf rund 153 Milliarden Euro.
Um möglichst bald eine erneute Trendwende herbeizuführen, kündigte Watanabe interne Reformen an, die "dazu beitragen, dass sich unsere Mitarbeiter weiterentwickeln und wir wahre Stärke und langfristige Stabilität aufbauen werden". Immerhin kann Toyota für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Rekordumsatz (162 Milliarden Euro) und einen Rekordgewinn (14 Milliarden Euro) ausweisen. Auch Mazda konnte neue Spitzenwerte bei den Unternehmenßahlen verkünden, wenngleich auf deutlich niedrigerem Niveau. Mazda erzielte beim Nettogewinn mit 580 Millionen Euro ein Plus von 25 Prozent. Doch Präsident Hisakazu Imaki blickt mit Sorge in die Zukunft: "Unter Berücksichtigung der aktuellen Herausforderungen haben wir unsere Ziele für das aktuelle Geschäftsjahr vorsichtiger formuliert."