Der VW-Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh äußerte sich zufrieden über die Pläne. "Winterkorn hat eine überzeugende US- Strategie vorgelegt", sagte er laut "Handelsblatt". Angesichts des Dollar-Kurses gebe es mittelfristig keine Alternative zu einer Fertigung im Dollar-Raum. "Wir nehmen einen neuen Standort in den USA sehr ernst. Wenn wir Toyota überholen wollen und unsere erfolgreiche Wachstumstrategie fortsetzen wollen, dann müssen wir in den USA Marktanteile gewinnen."
Winterkorn sagte dem "Handelsblatt": "Wir prüfen, ob wir dort möglicherweise die nächste Generation eines SUV von Audi gemeinsam mit unseren Fahrzeugen produzieren können." Das wäre die kostengünstigere Variante gegenüber einem eigenen Audi-Werk. "Deshalb bevorzuge ich sie." Neuauflagen von Audi Q7 und Porsche Cayenne könnten aber nicht vor Mitte des nächsten Jahrzehnts in den USA gebaut werden, erklärte Winterkorn.
In der Auswahl für den Standort des neuen US-Werkes sollen drei Bundesstaaten sein - Alabama, Tennessee und Michigan. Man hoffe jetzt auf weitere finanzielle Zugeständnisse im Wettkampf der Standorte, hieß es aus Unternehmenskreisen.
VW produziert nach der Schließung seines letztes US-Werkes 1998 im benachbarten Mexiko. Dort, in Puebla, soll auch der nächste Jetta gebaut werden. "Bereits 2010 wird aus Mexiko ein Nachfolger des Jetta kommen, der als erstes Modell exakt auf die Kundenwünsche in den USA ausgerichtet sein wird", sagte Winterkorn. (dpa/mik)