München. Renault, Peugeot, Opel und Ford sind die mit Abstand preisaggressivsten Marken in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Benchmark-Studie des Münchner Transfer-Instituts.
Transfer besucht seit Jahren Autohäuser mit Testkäufern. Dabei wird unter anderem das Rabatt-Verhalten der Verkäufer untersucht. Ergebnis: Seit Jahren nimmt der Preisnachlass, der bereits beim ersten Händlerbesuch nach einem Standard-Verfahren ausgehandelt werden kann, zu. „Diese Tendenz hat sich in den vergangenen drei Jahren noch verstärkt", sagt Transfer-Geschäftsführer Bernd Villwock. Am restriktivsten sind demnach noch immer die Mercedes-Verkäufer, auch wenn sich ihr Verhalten dem der Kollegen von Audi und BMW angenähert hat.
Eine weitere Auswertung ergab, dass Verkäufer der zehn größten Automarken in 58 Prozent der Verkaufsgespräche einen Nachlass anboten, ohne dass der Testkunde danach fragen musste. Auch hier sind die Mercedes-Verkäufer mit 44 Prozent vergleichsweise zurückhaltend, während Peugeot-Kunden (71 Prozent) einem Rabatt kaum noch entgehen können. Villwock: „In den vergangenen drei Jahren haben sich die unaufgeforderten Rabattangebote deutlich verstärkt."