Detroit. Der schwer angeschlagene US-Autokonzern Ford erwägt einen Verkauf seiner schwedischen Tochter Volvo. Ford bestätigte am Montag seit Wochen andauernde Spekulationen. Der US- Hersteller könnte im kommenden Jahr auf eine Insolvenz zusteuern und braucht dringend Geld. Die Prüfung der Optionen für Volvo werde einige Monate dauern, teilte Ford mit. Schon jetzt werde aber damit begonnen, den schwedischen Autobauer eigenständiger zu machen. Volvo hatte Ford zuletzt Verluste gebracht.
Die US-Autohersteller hoffen noch auf Milliardenhilfen vom US- Staat. Im Raum steht die Summe von 25 Milliarden Dollar für Ford, General Motors und Chrysler zusammen. Die verlustreichen Autokonzerne müssen dafür aber dem US-Kongress überzeugende Sanierungspläne vorlegen.
Während die Hilfen noch offen sind, holen die US-Autobauer Geld mit Beteiligungsverkäufen rein. Vor knapp zwei Wochen trennte sich Ford für 540 Millionen Dollar von 20 Prozent am japanischen Autobauer Mazda. Bereits im März gab der US-Konzern die britischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover für 2,3 Milliarden Dollar (1,5 Mrd Euro) an den indischen Hersteller Tata Motors ab.