Stuttgart. Bosch schickt zahlreiche Mitarbeiter in verlängerte Weihnachtserien. Dies gelte für Standorte, die stark von der Automobilindustrie abhängen, sagte ein Sprecher. Der Bereich Maschinenbau und die Thermotechnik seien vom konjunkturellen Abschwung noch nicht so stark betroffen.
In seinem Werk Reutlingen-Rommelsbach hatte Bosch Mitte November 400 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, in Bamberg arbeiten bereits seit Anfang November 3500 Beschäftigte kurz. Auch für andere Werke würden in Gesprächen mit dem Betriebsrat die Möglichkeiten durchgespielt, falls sich die Lage nicht bessere, sagte der Sprecher. Dabei werde auch über Kurzarbeit und mögliche Arbeitszeitverkürzungen gesprochen.
"Wir werden von den Herstellern im Wochenrhythmus mit neuen Abrufzahlen konfrontiert. Die ganze Branche fliegt auf Sicht", sagte der Sprecher. "Eine Prognose für die nächsten Wochen ist schwierig. Über Weihnachten steht ein Teil der Branche komplett still."
Bosch macht auch mit zahlreichen US-Herstellern Geschäfte. GM, Ford und Chrysler sind große Kunden der Stuttgarter, eine mögliche Insolvenz eines Herstellers würde Bosch treffen. "Es sind alles drei Kunden, mit denen wir durchaus Geschäft machen", sagte der Sprecher. Genauere Angaben dazu machte er aber nicht. Bosch liefert zahlreiche Produkte von Bremsen über Einspritzpumpen bis zu Generatoren in die USA. (dpa/eb)