Stuttgart. Ungeachtet der jüngsten Erfolge bei Absatz und Ertrag richtet sich Porsche auf nachhaltig steigenden Konkurrenzdruck im Luxussegment ein. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Sportwagenbauers zu stärken, verlangt Konzernchef Wendelin Wiedeking daher jetzt weitere Steigerungen in der Produktivität der Porsche-Werke Stuttgart und Leipzig.
"Immer mehr Hersteller besetzen Nischen im Premium-Segment und versuchen, ihre neuen Modelle mit geradezu abenteuerlich niedrigen Einpreisungen in den Markt zu drücken", monierte Wiedeking bei der Hauptversammlung der Porsche Automobil Holding Ende Januar. Diesen "ökonomischen Unsinn" werde Porsche ebenso wenig mitmachen wie die "ruinöse Rabattschlacht" in Nordamerika, dem größten Einzelmarkt der Schwaben. Auch in Deutschland, nach Stückzahlen für die Marke die zweitwichtigste Region, sei das Autogeschäft "anhaltend schwierig". Vor allem diese Faktoren hätten Porsche veranlasst, eine "Optimierung der Produktion" (Wiedeking) im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen und in Leipzig zu forcieren. So laufen beide Fabriken derzeit im Zwei-Schicht-Betrieb an der Kapazitätsgrenze. Die neue Lackiererei jedoch, die Porsche 2011 in Zuffenhausen anfahren will, ist bereits für drei Arbeitsschichten ausgelegt.