New York. Ein halbes Jahr nach seinem aufsehenerregenden Einstieg beim US-Autobauer Ford bläst der streitbare Investor Kirk Kerkorian zum Rückzug. Der US-Multimilliardär will sich auf andere Branchen konzentrieren und seinen Anteil an dem notleidenden Hersteller von zuletzt mehr als sechs Prozent schrittweise abbauen. Wegen der zuletzt steilen Talfahrt der Ford-Aktie erlitt Kerkorian hohe Verluste.
Kerkorian war zuletzt nach der Ford-Familie größter Anteilseigner des mit Milliardenverlusten kämpfenden US-Herstellers. Seine Holding Tracinda gab am Dienstag den Verkauf eines ersten kleinen Pakets von 7,3 Millionen Ford-Aktien zum Durchschnittspreis von 2,43 US-Dollar bekannt. Erst im Juni hatte Kerkorian noch Titel zum Preis von 8,50 Dollar nachgekauft.
Die noch mehr als 133 Millionen übrigen Aktien will Tracinda je nach Marktlage schrittweise veräußern bis hin zu einem möglichen Komplettausstieg. Die Aktie notierte am Dienstag zum US-Handelsstart in New York mit 2,25 Dollar fast 3,5 Prozent unter Vortagesschluss. Als Grund für den Kurswechsel nannte Tracinda, dass man sich angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation auf andere Branchen wie Hotels und Kasinos sowie Öl und Gas konzentrieren wolle.