London. Der Luxus-Autobauer Jaguar Land Rover (JLR) verhandelt mit der britischen Regierung über mögliche staatliche Hilfen. Wie der britische Wirtschaftsminister Peter Mandelson am Donnerstag bestätigte, stehe die Regierung mit dem Unternehmen im Gespräch. Es sei aber keine Entscheidung gefallen, man werde jedoch "keine Blankoschecks" vergeben, sagte Mandelson. Zuvor hatten Medien berichtet, dass JLR-Chef David Smith Unterstützung von etwa einer Milliarde Pfund (rund 1,1 Mrd. Euro) gefordert habe.
JLR wurde im März von dem indischen Firmenkonglomerat Tata für 2,3 Milliarden US-Dollar übernommen. Im derzeit schlechten wirtschaftlichen Umfeld sank jedoch auch bei dem Traditionsautobauer, der zuvor im Besitz von Ford war, der Absatz. Die Produktion in den britischen Werken ist bereits reduziert worden. JLR beschäftigt rund 15.000 Mitarbeiter im Königreich. Ende November hatte die Firma 850 Zeitarbeiter-Stellen gestrichen.
Die Autobranche steht auch in Großbritannien wegen der Wirtschaftskrise stark unter Druck; auch andere Hersteller hatten sich an die Regierung gewandt. Die Produktion war bis November um 33 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 98.000 Autos eingebrochen. (dpa/gem)