Berlin/Washington. Nach der Bitte des Autoherstellers Opel um staatliche Bürgschaften von einer Milliarde Euro gibt es in den kommenden Tagen eine mehrere Krisentreffen mit der Politik. Zugleich ringt die Konzernmutter General Motors (GM) in Washington um dringend benötigte Milliarden-Kredite.
Montag: Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich im Kanzleramt mit GM- Europachef Carl-Peter Forster, Opel-Chef Hans Demant sowie dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz treffen. Außerdem hat der Bundesaußenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier Betriebsräte von Autokonzernen zu einem Gespräch ins Auswärtige Amt eingeladen. In den USA wollen die Demokraten in den Kongress einen Gesetzentwurf einbringen, der dem Opel-Mutterkonzern General Motors Zugang zum 700 Milliarden Dollar schweren Rettungspaket für die Finanzbranche öffnen soll. Die Republikaner sind dagegen.
Dienstag: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) und Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) wollen mit den Ministerpräsidenten der Länder mit Opel-Werken (Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen) über die Bitte von Opel nach Bürgschaften von einer Milliarde Euro sprechen. Mehrere Ministerpräsidenten äußerten sich bereits positiv. In Washington beginnen Kongress-Anhörungen, an denen auch GM-Chef Rick Wagoner sowie seine Kollegen von Ford und Chrysler zu Wort kommen sollen.