Berlin. Der Autokonzern Daimler benötigt trotz des großen Streubesitzes seiner Aktien keinen "weißen Ritter" zum Schutz vor möglichen feindlichen Übernahmeversuchen. „Daimler braucht keinen Anteilseigner, der uns beschützt“, sagte Daimler-Finanzvorstand Bodo Uebber der Tageszeitung "Die Welt" (Mittwochausgabe). „Ich habe lieber zehn Meinungen mit zwei Prozent, als eine Meinung mit 20 Prozent.“ Grundsätzlich habe Daimler allerdings auch nichts gegen neue Großaktionäre. „Wir heißen alle Investoren herzlich willkommen – egal, ob sie mit fünf, zehn oder mehr Prozent bei uns einsteigen wollen. Und diejenigen, die länger bei uns bleiben wollen, begrüßen wir sogar noch etwas herzlicher.“
Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass der japanische Autobauer Toyota mit 20 Prozent bei Daimler einsteigen wolle. Uebber sagte jedoch, dass an dieser Spekulation „nichts dran“ sei. Der größte Einzelaktionär bei Daimler ist das Emirat Kuwait mit rund sieben Prozent. (dpa-AFX/gem)