Mailand. Der italienische Autobauer Fiat gehört laut einem Pressebericht zum Kreis der potenziellen Käufer des serbischen Autobauers Zastava. "Fiat ist an einem Kauf von Zastava interessiert" sagte der scheidende serbischer Wirtschaftsminister Mladjan Dinkic laut einem Bericht italienischen Nachrichtenagentur "Radiocor" vom Dienstag. Vertreter von Fiat würden diese Woche in Belgrad erwartet. Abhängig vom Ausgang der Gespräche würde die serbische Regierung Ende April entscheiden, ob sie Zastava versteigern wolle.
Fiat sei bereit 300 Millionen Euro in die serbischen Produktions-Standorte zu investieren. Diese hohe Summe mache eine Versteigerung vielleicht unnötig, berichtete "Radiocor" und berief sich auf Regierungskreise. Zastava montiert in Serbien für Fiat den Kleinwagen Punto und verkauft das Auto in Serbien und den anderen Balkanländern und exportiert es nach Russland.
Auch der deutsche Autobauer VW wird als Interessent für die Serben gehandelt. Zwar habe sich VW das Werk angeschaut, von einer Entscheidung sei der Konzern aber weit entfernt, hatte Ende März ein VW-Sprecher gesagt. Laut einem Bericht des "Handelsblatts" haben auch Ford, der indische Autobauer Tata und der chinesische Konkurrent FAW ihr Interesse an einer Übernahme bekundet. (dpa-AFX/gem)