Stockholm. Der schwedische Autohersteller Volvo will im Herbst drei neue Diesel-Modelle auf den Markt bringen und mit den relativ kleinen Personenwagen den derzeitigen Absatzeinbruch bremsen. Vorstandschef Fredrik Arp kündigte am Mittwoch in der Stockholmer Zeitung "Svenska Dagbladet" an, das zum US-Konzern Ford gehörende Unternehmen wolle mit "grünen Autos" auch verstärkt auf die Wachstumsmärkte China und Russland setzen.
Arp nahm in dem Interview nicht zu anhaltenden Gerüchten über einen Verkauf von Volvo durch die hoch verschuldete US-Mutter Ford Stellung. Als mögliche Interessenten gelten nach Medienberichten unter anderem Renault sowie der chinesische Autohersteller Dongfeng. Volvo hatte im Juni die Streichung von 2000 Stellen vor allem in Schweden angekündigt, nachdem der Absatz der überwiegend großen Personenwagen vor allem in den USA eingebrochen war.
Volvo werde Teile seines bisherigen Modellprogrammes kürzen, erklärte Arp. Dem schwedischen Traditionsunternehmen war in den letzten Jahren immer wieder vorgeworfen worden, dass man sich zu spät auf die Nachfrage nach benzinsparenden Wagen eingestellt habe. (dpa/gem)