Berlin/München. Die Premiummarken Mercedes-Benz und BMW wollen im zweiten Quartal mit einer Reihe kostspieliger Incentives das schleppende Neuwagengeschäft auf dem deutschen Markt in Schwung bringen. Dies zeigen streng vertrauliche Unterlagen, die Automobilwoche vorliegen.
"Mit neuen, attraktiven Verkaufsförderungsmaßnahmen sowie Ihrer engagierten Vertriebsleistung und einer konsequenten Marktbearbeitung ist es unser gemeinsames Ziel, im zweiten Quartal am Markt überproportional erfolgreich abzuschneiden", heißt es etwa in einem Händlerschreiben der Mercedes-Benz Vertriebsorganisation Deutschland (MBVD) aus Berlin. So gewährt die Zentrale jetzt für Vorratsfahrzeuge der volumenträchtigen A-Klasse einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro, der an Kaufinteressenten weitergereicht werden kann. Bei Modellen der Baureihen CLC, SLK und CLK wird gar ein Barscheck über 2500 Euro ausgelobt. Erst seit Ende April bietet die Mercedes-Benz-Bank ein "Privat-Leasing plus" an, das unter anderem eine "äußerst attraktive Versicherungsprämie" beinhaltet. Ein weiterer Kundenvorteil: "Auch im Schadenfall erfolgt keine Hochstufung." Zudem, wirbt die MBVD intern, werde das Finanzprodukt bei ausgewählten Baureihen mit besonders günstigen Leasingkonditionen "gefördert".
Der Münchner Wettbewerber BMW stützt den Absatz der Einser-Reihe (Drei- und Fünftürer) im laufenden Quartal mit einer Verkaufsprämie von 750 Euro. Für die Limousine und die Kombi-Version des Dreiers werden - bis Ende August - 1000 Euro bereitgestellt. Und beim Dreier Cabrio gibt es nun eine Eroberungs- und Inzahlungnahmeprämie von 1000 (Vierzylinder) und 1500 Euro (Sechszylinder).