Detroit/Tokio. Der japanische Autobauer Toyota hat im zweiten Quartal den Vorsprung vor dem jahrzehntelangen Branchenführer General Motors (GM) weiter ausgebaut. Seit Jahresbeginn verkaufte Toyota weltweit fast 300.000 Autos mehr als die Opel-Mutter GM. Im zweiten Quartal steigerte Toyota den Absatz um zwei Prozent auf 2,406 Millionen Fahrzeuge, wie am Mittwoch in Tokio mitgeteilt wurde. Bei GM sanken die Verkäufe dagegen um fünf Prozent auf knapp 2,29 Millionen Wagen. Nach dem ersten Halbjahr führt Toyota damit mit rund 4,82 Millionen Fahrzeugen gegenüber 4,54 Millionen bei GM. Im vergangenen Jahr hatte Toyota noch knapp die Übernahme der Weltspitze verpasst.
Der japanische Konzern ist zudem hoch profitabel, während GM seit Jahren Milliardenverluste einfährt. In dem größten Problemherd Nordamerika brach der GM-Absatz im zweiten Quartal um fast ein Fünftel auf 964.000 Fahrzeuge ein, wie GM am Mittwoch in Detroit berichtete. Im gesamten ersten Halbjahr gab es im Heimatmarkt ein Minus von 15,3 Prozent auf 1,91 Millionen Fahrzeuge.
In Europa hatte General Motors dagegen für die erste Jahreshälfte erst vor kurzem einen Absatzrekord bekanntgegeben. Hier verkaufte der US-Konzern dank der starken Nachfrage in Osteuropa 1,16 Millionen Fahrzeuge. Das waren 2,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. (dpa/gem)