Wolfsburg. Volkswagen fördert den Verkauf der aktuellen Golf-Limousine (Werkscode A5) neuerdings mit einer sogenannten Auslaufprämie von bis zu 600 Euro. In Verbindung mit weiteren Incentives, die der Hersteller für das Volumenmodell gewährt, können VW-Händler über die Zentrale noch weit höhere Beträge beziehen, um Interessenten damit zum Kauf zu bewegen. Hintergrund ist die für Oktober geplante Vorstellung des neuen Golf A6, die viele potenzielle Golf-Kunden abwarten wollen.
"Für den kommenden Herbst steht ein Generationswechsel bevor", so das Ressort Verkauf Deutschland VW Pkw in einer vertraulichen Mitteilung, die Automobilwoche vorliegt. "Also noch eine Menge Zeit für den aktuellen Golf A5." Bereits "weit im Vorfeld des Auslaufs" gilt die nach Erfüllungsgrad der vereinbarten Abnahmevolumen gestaffelte Prämie daher "für alle Zielgruppen" mit Ausnahme bestimmter Autovermieter. Zudem ist die Auslaufprämie mit Aktionen wie dem Sondermodell "Golf United" zu verknüpfen, das einen Kundenvorteil von über 2300 Euro bietet.
"Bei Kombination mit dem ,Junge Fahrer'-Programm sind noch zusätzlich als Prämie bis zu 1250 Euro drin", heißt es in dem Schreiben weiter. "Um Ihre Liquidität zu sichern", teilt VW den Vertriebspartnern abschließend mit, "erfolgt bereits ab April 2008 eine Vergütung der Prämie auf Basis der bis dahin erreichten Prämienstufe."
Wie Insider berichten, war die Auslaufprämie hinter den VW-Kulissen zunächst umstritten. Unter Verweis auf den hohen Finanzbedarf der Maßnahme zeigte sich demnach insbesondere VW-Großaktionär Porsche skeptisch. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking tadelt Rabatte im Autogeschäft als "ökonomischen Unsinn". In die Suche eines Nachfolgers für den im März ausscheidenden VW-Vertriebschef Michael Kern schaltet sich Porsche daher bewusst ein.